Ich hab dazu gelernt. Heute morgen während des Frühstücks die Tablette genommen und siehe da, mir wurde nicht schlecht *freu*.
Allerdings werde ich sie ab morgen wohl dann doch Abends nehmen.
Ich bin tagsüber hundemüde und könnt nur schlafen und das will ich nicht.
Also verschieb ich das nun, mal gucken obs dann besser wird.
Freitag, 20. März 2009
1. Tag...
Heute morgen um 11 Uhr hab ich nun die erste Tablette genommen.
Bisher ist alles gut, naja, wird sich ja auch erst in den nächsten Tagen zeigen.
Aber eins kann ich schonmal sagen..
Man braucht für die Tablette ne vernünftige Grundlage.
Die hatte ich dummerweise nicht und mir war ne Stunde später kotzendübel.
Okay, fürs nächste Mal isses dann notiert *gg*
Bisher ist alles gut, naja, wird sich ja auch erst in den nächsten Tagen zeigen.
Aber eins kann ich schonmal sagen..
Man braucht für die Tablette ne vernünftige Grundlage.
Die hatte ich dummerweise nicht und mir war ne Stunde später kotzendübel.
Okay, fürs nächste Mal isses dann notiert *gg*
Donnerstag, 19. März 2009
1. Termin beim Onkologen...
So, nun habe ich meinen ersten Besuch beim Onkologen hinter mir.
Alles ist gut :)
Der Arzt ist superfreundlich, die Arzthelferinnen sind klasse und die Praxis ist im allgemeinem auch richtig schön. Man kann sich also prima wohl fühlen dort.
Ich hatte heute morgen um 9.15 Uhr den Termin.
Alex, der arme Kerl kam wieder direkt von der Nachtschicht, und ich haben uns am Bahnhof getroffen und waren erstmal lecker frühstücken. Stärkung muss ja sein ;)
Um kurz nach 9 waren wir dann in der Praxis, wurden freundlich empfangen und mussten erstmal im Wartezimmer Platz nehmen.
Zeitgleich mit uns kam ein älterer Herr mit seinem Sohn per Krankentransport an. Ich wunderte mich erst noch das die Fahrer richtig entnervt guckten, aber in der darauf folgenden Stunde sollte ich erfahren warum dies so war.
Kurz um gesagt: Alles war scheiße...
Der ältere Herr verstand nur Bahnhof und der Sohn krakelte nur rum das sein Vater ja so schwer krank wäre und das ihm ja jetzt endlich mal geholfen werden muss und sie es nicht schaffen jeden Tag hierhin zu kommen und blablabla..
Das ganze zog sich sage und schreibe über 1 Stunde hin, bevor ich dann endlich mal dran kam.
Zuerst wurde mein Blutdruck (113/70) und mein Puls (90) gemessen. Danach wurde mir mal wieder Blut abgenommen (5 Röhrchen.. bald bin ich blutarm *g*). Wenn ich jedes Mal die Arzthelferin habe beim Blut abnehmen, könnt ich mich glatt noch dran gewöhnen, war nämlich richtig lustig. :)
Anschliessend mussten wir nochmal ein bisschen warten bis der Dr. Schardt uns dann rein rief.
Nettes Büro, mega Chaos aufm Schreibtisch, war ja glatt noch symphatischer *g*
Er fragte mich dann ob ich denn genau wisse was ich habe und als ich ihm das dann alles erzählte und ihm auch sagte das ich mich richtig informiert habe, fackelte er auch nicht lang und kam dann auf die Therapie zu sprechen.
Ich fange ab morgen mit dem Medikament Glivec® an, dessen Wirkstoff Imatinib mein kaputtes Chromosom hemmt und mir so ein Leben mit der Krankheit ermöglicht.
Er klärte uns noch sehr gut über die Nebenwirkungen auf und wir kamen noch zu unserem Herzensthema: Kinderwunsch!!
Laut Packungsbilage wird von einer Schwangerschaft abgeraten da das Medikament dem Kind schaden könnte und es unter Umständen auch zu Missbildungen kommen kann.
Soweit dazu... *seufz*
Auch das mit der vom Krankenhaus vorgeschlagenen Studie wird erstmal aufs Eis gelegt da man mit dem Medikament sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Demnach kommt eine Knochenmarkspende momentan für mich nicht in Frage da das Restrisiko einfach zu hoch ist (30%).
Nach dem Gespräch fand ich die Idee mit der Studie, sie aufs Eis zu legen, auch gar nicht schlecht. Ich bin nun mal ein absoluter Schisser und ich hab wahnsinnige Angst vor Spritzen und Schmerzen. Und ich möchte auch nur ungerne ein Versuchskaninchen sein.
Anschliessend wurde mir mein neuer Termin für in 14 Tagen gegeben zur Blutkontrolle und mir das Medikament verschrieben, welches mir heute Nachmittag per Kurier zugestellt wurde.
Apropos Blutkontrolle.. Meine Leukos lagen heute bei 68.000!! Also mal wieder ein guter Anstieg *seufz*
Ich bin ja dann mal gespannt wie es in 14 Tagen ausschaut. Der Doc meinte das es gut sein kann das sie um die 20.000 weniger sein können. Also einfach mal abwarten :)
Ach..
Die Tabletten kamen ja per Kurier. Ich musste die üblichen 10€ zuzahlen (ICH WILL DIE BEFREIUNG!!!!) und nun bin ich froh krankenversichert zu sein.
Als ich den Preis der Tabletten sah wurd mir leicht schwindelig.. Aber schaut selber:

Aaaaaargh, ich hab hier nun nen Kleinwagen in meinem Regal stehen *gg*
Und das nun alle 3 Monate *lach*
ALso, mal schauen wie ich sie vertrage und was für Nebenwirkungen bei mir zutreffen. Ich bin gespannt und werde berichten.
Alles ist gut :)
Der Arzt ist superfreundlich, die Arzthelferinnen sind klasse und die Praxis ist im allgemeinem auch richtig schön. Man kann sich also prima wohl fühlen dort.
Ich hatte heute morgen um 9.15 Uhr den Termin.
Alex, der arme Kerl kam wieder direkt von der Nachtschicht, und ich haben uns am Bahnhof getroffen und waren erstmal lecker frühstücken. Stärkung muss ja sein ;)
Um kurz nach 9 waren wir dann in der Praxis, wurden freundlich empfangen und mussten erstmal im Wartezimmer Platz nehmen.
Zeitgleich mit uns kam ein älterer Herr mit seinem Sohn per Krankentransport an. Ich wunderte mich erst noch das die Fahrer richtig entnervt guckten, aber in der darauf folgenden Stunde sollte ich erfahren warum dies so war.
Kurz um gesagt: Alles war scheiße...
Der ältere Herr verstand nur Bahnhof und der Sohn krakelte nur rum das sein Vater ja so schwer krank wäre und das ihm ja jetzt endlich mal geholfen werden muss und sie es nicht schaffen jeden Tag hierhin zu kommen und blablabla..
Das ganze zog sich sage und schreibe über 1 Stunde hin, bevor ich dann endlich mal dran kam.
Zuerst wurde mein Blutdruck (113/70) und mein Puls (90) gemessen. Danach wurde mir mal wieder Blut abgenommen (5 Röhrchen.. bald bin ich blutarm *g*). Wenn ich jedes Mal die Arzthelferin habe beim Blut abnehmen, könnt ich mich glatt noch dran gewöhnen, war nämlich richtig lustig. :)
Anschliessend mussten wir nochmal ein bisschen warten bis der Dr. Schardt uns dann rein rief.
Nettes Büro, mega Chaos aufm Schreibtisch, war ja glatt noch symphatischer *g*
Er fragte mich dann ob ich denn genau wisse was ich habe und als ich ihm das dann alles erzählte und ihm auch sagte das ich mich richtig informiert habe, fackelte er auch nicht lang und kam dann auf die Therapie zu sprechen.
Ich fange ab morgen mit dem Medikament Glivec® an, dessen Wirkstoff Imatinib mein kaputtes Chromosom hemmt und mir so ein Leben mit der Krankheit ermöglicht.
Er klärte uns noch sehr gut über die Nebenwirkungen auf und wir kamen noch zu unserem Herzensthema: Kinderwunsch!!
Laut Packungsbilage wird von einer Schwangerschaft abgeraten da das Medikament dem Kind schaden könnte und es unter Umständen auch zu Missbildungen kommen kann.
Soweit dazu... *seufz*
Auch das mit der vom Krankenhaus vorgeschlagenen Studie wird erstmal aufs Eis gelegt da man mit dem Medikament sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Demnach kommt eine Knochenmarkspende momentan für mich nicht in Frage da das Restrisiko einfach zu hoch ist (30%).
Nach dem Gespräch fand ich die Idee mit der Studie, sie aufs Eis zu legen, auch gar nicht schlecht. Ich bin nun mal ein absoluter Schisser und ich hab wahnsinnige Angst vor Spritzen und Schmerzen. Und ich möchte auch nur ungerne ein Versuchskaninchen sein.
Anschliessend wurde mir mein neuer Termin für in 14 Tagen gegeben zur Blutkontrolle und mir das Medikament verschrieben, welches mir heute Nachmittag per Kurier zugestellt wurde.
Apropos Blutkontrolle.. Meine Leukos lagen heute bei 68.000!! Also mal wieder ein guter Anstieg *seufz*
Ich bin ja dann mal gespannt wie es in 14 Tagen ausschaut. Der Doc meinte das es gut sein kann das sie um die 20.000 weniger sein können. Also einfach mal abwarten :)
Ach..
Die Tabletten kamen ja per Kurier. Ich musste die üblichen 10€ zuzahlen (ICH WILL DIE BEFREIUNG!!!!) und nun bin ich froh krankenversichert zu sein.
Als ich den Preis der Tabletten sah wurd mir leicht schwindelig.. Aber schaut selber:

Aaaaaargh, ich hab hier nun nen Kleinwagen in meinem Regal stehen *gg*
Und das nun alle 3 Monate *lach*
ALso, mal schauen wie ich sie vertrage und was für Nebenwirkungen bei mir zutreffen. Ich bin gespannt und werde berichten.
Dienstag, 17. März 2009
Diagnose: CML
Ich bekam Abends dann den Anruf. Ich war grad mit meinem Papa beim einkaufen als Alex ihn auf seinem Handy anrufte. Ich hatte meins im Auto liegen lassen. Alex sagte ich sollte umgehen bei meinem Arzt in der Praxis anrufen, meine Ergebnisse wären da und er müsste dringend mit mir reden. Ich dann also direkt da angerufen. Er fragte mich ob ich es jetzt noch schaffen könnte vorbei zu kommen. Wir haben uns dann auf den nächsten Morgen geeinigt, da ich ja mitten im Einkauf war und wir noch ne Weile brauchten.
Wir haben uns dann doch beeilt und sind noch bei ihm an der Praxis vorbeigefahren.
Er schaute mich mit sehr ernstem Gesicht an und berichtete mir dann auf mein Drängen hin das meine Ergebnisse gar nicht gut aussehen.
Meine Leukozyten sind zu hoch. Und zwar so hoch das es nicht gut ist und das ich morgen früh sofort ins Krankenhaus solle.
Bei gesunden Menschen liegen die Leukos zwischen 4.000 und 10.000. Meine Leukos lagen bei etwas über 60.000. Ich fragte meinen Arzt was das denn sein könnte. Er sagte das es ganz danach ausschaut das ich Leukämie habe. Komischerweise war ich nicht wirklich geschockt über seine Aussage sondern bin ganz ruhig geblieben. Im Gegensatz zu meinem Papa. Der stand neben mir und war leichenblass. Ich sollte dann anderen Morgen kommen und mir die Einweisung für die Hämatologie abholen.
Als wir nach Hause kamen, war Alex auch sichtlich geschockt. Er hatte dann aber auch nicht mehr viel Zeit da er wieder arbeiten musste. Allerdings sorgte er noch dafür das ich nicht alleine bleiben musste. *lach* Er bearbeitete Holger dasser die Nacht bei uns schlafen soll. Was er dann auch gemacht hat und ich doch etwas ruhiger war.
Am Morgen ging dann alles recht schnell.
Um 6 klingelte der Wecker, schnell duschen, nen Kaffee und n Brot eingeworfen und dann mit Papa zum Doc gefahren. Anschliessend zum Bergmannsheil Bochum in die Notaufnahme. Dort dann die Enttäuschung. Sie können mich nicht aufnehmen da sie keine Hämatologie hätten. Die haben mich dann zum Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer geschickt. Im nachhinein bin ich auch ganz froh darüber, denn die Abteilung Hämatologie/Onkologie gehört zu einer der besten hier im Ruhrgebiet.
Dort in der Notaufnahme wusste man schon Bescheid über mich und ich wurde sofort freundlich aufgenommen. Nach Blut abzapfen, EKG und Zugang anlegen, durften wir dann noch 4 Stunden auf die Ergebnisse, Ärztin und mein Bett warten.
Zwischendrin wurde mein Papa dann von Alex und Holger abgelöst. (Der arme Kerl, der hatte sich seinen freien Tag bestimmt anders vorgestellt *kicher*)
Als ich dann endlich auf meine Station kam und endlich ein Bett hatte, wollte ich nur noch schlafen. Ich war hundemüde und einfach nur kaputt. Bis auf ein erneutes Blut abnehmen passierte dann auch nicht mehr viel.
Am ganzen Wochenende passierte ausser Blut abnehmen und kontrollieren auch nicht viel. Der Oberarzt erklärte mir dann das es aller Wahrscheinlichkeit eine chronische Leukämie wäre, aber näheres würde man am Montag in Erfahrung bringen. Man würde bei mir eine Knochenmarkpunktion machen und dann würde man mehr wissen. Da war der Zeitpunkt bei mir gekommen das ich Angst kriegte. Nicht Angst vor der Krankheit, sondern Angst vor der Punktion. Ich habe eine regelrechte Nadelphobie und werd völlig panisch nur bei dem Gedanken daran. Er beruhigt mich und sagte mir das es ja betäubt wird und wenn ich wollen würde, kriege ich was zum schlafen. Und ob ich wollte!!!!!
Montag Mittag war es dann soweit. Mein armer Alex kam direkt nach seiner Nachtschicht zu mir ins Krankenhaus und hielt ganz tapfer durch. Kurz nach dem Mittagessen kamen dann der Doc, eine weitere Ärztin und 2 Schwestern ins Zimmer und bauten alle Utensilien auf der Fensterbank auf und verschwanden dann erstmal wieder. Alex sah meinen panischen Blick und machte erstmal den Vorhang zu. Kurz darauf kamen alle wieder und schickten Alex raus.
Danach wurde wie wild auf meinem Rücken rumgedrückt und es fiel immer wieder der Satz: Frau Kall, ich mach noch nix , ich fühl erstmal.
Das beruhigte mich nicht wirklich, da ich ja immernoch hellwach war.
Dann sagte sie auf einmal: So, dann fangen wir mal an.. Und Mone schrie: Nee, mit Sicherheit nicht.. ich bin noch hellwach.. Der Arzt grinste mich an, deutete auf meine Hand und sagte dann nur noch: Gute Nacht..
Ich hab keinen Plan was die dann mit mir veranstaltet haben. Mir fehlt seit dem ein Stück Gehirn und ich hatte tierische Rückenschmerzen. Also, ich habe definitiv nichts mitbekommen und dafür bin ich denen sehr dankbar. Alex sagte hinterher zu mir das ich wohl bitterlich geweint habe und ihm erzählt habe das ich alles mitbekommen habe und das das sehr weh tat und so... Ich weiß aber definitiv von nix *gg*
Das Ergebnis von der Punktion war bis zu meiner Entlassung am 12.03. noch nicht da, aber trotzdem steht die Diagnose, anhand meiner ganzen anderen Ergebnisse, fest.
Ich habe eine Chronische myeloische Leukämie. Die Behandlung der CML ist recht erfolgreich und ich habe eine hohe Lebenserwartung.
Ich muss jetzt regelmässig zum Onkologen und werde in eine Studie aufgenommen da ich eigentlich zu jung bin für die CML. Desweiteren wird eine Knochenmarkspende in Betracht gezogen, so das ich unter Umständen in ein paar Jahren wieder ganz gesund sein kann.
Momentan macht man mit mir noch rein gar nichts und meinen ersten Termin beim Onkologen habe ich übermorgen.
Ich werd dann nun wohl wieder häufiger was zu berichten haben ;)
Wir haben uns dann doch beeilt und sind noch bei ihm an der Praxis vorbeigefahren.
Er schaute mich mit sehr ernstem Gesicht an und berichtete mir dann auf mein Drängen hin das meine Ergebnisse gar nicht gut aussehen.
Meine Leukozyten sind zu hoch. Und zwar so hoch das es nicht gut ist und das ich morgen früh sofort ins Krankenhaus solle.
Bei gesunden Menschen liegen die Leukos zwischen 4.000 und 10.000. Meine Leukos lagen bei etwas über 60.000. Ich fragte meinen Arzt was das denn sein könnte. Er sagte das es ganz danach ausschaut das ich Leukämie habe. Komischerweise war ich nicht wirklich geschockt über seine Aussage sondern bin ganz ruhig geblieben. Im Gegensatz zu meinem Papa. Der stand neben mir und war leichenblass. Ich sollte dann anderen Morgen kommen und mir die Einweisung für die Hämatologie abholen.
Als wir nach Hause kamen, war Alex auch sichtlich geschockt. Er hatte dann aber auch nicht mehr viel Zeit da er wieder arbeiten musste. Allerdings sorgte er noch dafür das ich nicht alleine bleiben musste. *lach* Er bearbeitete Holger dasser die Nacht bei uns schlafen soll. Was er dann auch gemacht hat und ich doch etwas ruhiger war.
Am Morgen ging dann alles recht schnell.
Um 6 klingelte der Wecker, schnell duschen, nen Kaffee und n Brot eingeworfen und dann mit Papa zum Doc gefahren. Anschliessend zum Bergmannsheil Bochum in die Notaufnahme. Dort dann die Enttäuschung. Sie können mich nicht aufnehmen da sie keine Hämatologie hätten. Die haben mich dann zum Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer geschickt. Im nachhinein bin ich auch ganz froh darüber, denn die Abteilung Hämatologie/Onkologie gehört zu einer der besten hier im Ruhrgebiet.
Dort in der Notaufnahme wusste man schon Bescheid über mich und ich wurde sofort freundlich aufgenommen. Nach Blut abzapfen, EKG und Zugang anlegen, durften wir dann noch 4 Stunden auf die Ergebnisse, Ärztin und mein Bett warten.
Zwischendrin wurde mein Papa dann von Alex und Holger abgelöst. (Der arme Kerl, der hatte sich seinen freien Tag bestimmt anders vorgestellt *kicher*)
Als ich dann endlich auf meine Station kam und endlich ein Bett hatte, wollte ich nur noch schlafen. Ich war hundemüde und einfach nur kaputt. Bis auf ein erneutes Blut abnehmen passierte dann auch nicht mehr viel.
Am ganzen Wochenende passierte ausser Blut abnehmen und kontrollieren auch nicht viel. Der Oberarzt erklärte mir dann das es aller Wahrscheinlichkeit eine chronische Leukämie wäre, aber näheres würde man am Montag in Erfahrung bringen. Man würde bei mir eine Knochenmarkpunktion machen und dann würde man mehr wissen. Da war der Zeitpunkt bei mir gekommen das ich Angst kriegte. Nicht Angst vor der Krankheit, sondern Angst vor der Punktion. Ich habe eine regelrechte Nadelphobie und werd völlig panisch nur bei dem Gedanken daran. Er beruhigt mich und sagte mir das es ja betäubt wird und wenn ich wollen würde, kriege ich was zum schlafen. Und ob ich wollte!!!!!
Montag Mittag war es dann soweit. Mein armer Alex kam direkt nach seiner Nachtschicht zu mir ins Krankenhaus und hielt ganz tapfer durch. Kurz nach dem Mittagessen kamen dann der Doc, eine weitere Ärztin und 2 Schwestern ins Zimmer und bauten alle Utensilien auf der Fensterbank auf und verschwanden dann erstmal wieder. Alex sah meinen panischen Blick und machte erstmal den Vorhang zu. Kurz darauf kamen alle wieder und schickten Alex raus.
Danach wurde wie wild auf meinem Rücken rumgedrückt und es fiel immer wieder der Satz: Frau Kall, ich mach noch nix , ich fühl erstmal.
Das beruhigte mich nicht wirklich, da ich ja immernoch hellwach war.
Dann sagte sie auf einmal: So, dann fangen wir mal an.. Und Mone schrie: Nee, mit Sicherheit nicht.. ich bin noch hellwach.. Der Arzt grinste mich an, deutete auf meine Hand und sagte dann nur noch: Gute Nacht..
Ich hab keinen Plan was die dann mit mir veranstaltet haben. Mir fehlt seit dem ein Stück Gehirn und ich hatte tierische Rückenschmerzen. Also, ich habe definitiv nichts mitbekommen und dafür bin ich denen sehr dankbar. Alex sagte hinterher zu mir das ich wohl bitterlich geweint habe und ihm erzählt habe das ich alles mitbekommen habe und das das sehr weh tat und so... Ich weiß aber definitiv von nix *gg*
Das Ergebnis von der Punktion war bis zu meiner Entlassung am 12.03. noch nicht da, aber trotzdem steht die Diagnose, anhand meiner ganzen anderen Ergebnisse, fest.
Ich habe eine Chronische myeloische Leukämie. Die Behandlung der CML ist recht erfolgreich und ich habe eine hohe Lebenserwartung.
Ich muss jetzt regelmässig zum Onkologen und werde in eine Studie aufgenommen da ich eigentlich zu jung bin für die CML. Desweiteren wird eine Knochenmarkspende in Betracht gezogen, so das ich unter Umständen in ein paar Jahren wieder ganz gesund sein kann.
Momentan macht man mit mir noch rein gar nichts und meinen ersten Termin beim Onkologen habe ich übermorgen.
Ich werd dann nun wohl wieder häufiger was zu berichten haben ;)
Neuer Lebensabschnitt...
Nach langer, langer Zeit nun mal wieder ein neuer Eintrag von mir.
Falls sich einige fragen was nach der Zeit als meine Mama gestorben ist geschehen ist, so werd ich sie nun aufklären.
Es hat sich einiges getan in meinem Leben und das nicht nur zum guten.
Erst einmal werde ich nun über die Zeit bis Anfang März berichten.
Es war eine stressige Zeit.
Am Anfang stand nach der Beerdigung direkt der Umzug von meinem Papa in seine neue Wohnung. Meine Eltern hatten sich die Wohnung ja noch gemeinsam angesehen. Der Umzug sollte in erster Linie für meine Mama stattfinden, da sie nicht mehr in der Lage war die Treppen zur alten Dachgeschoßwohnung zu bewältigen. Und der Zufall wollte es das im Nachbarhaus von Alex eine Erdgeschoßwohnung frei war.
Angeschaut, zufrieden den Mietvertrag unterschrieben und angefangen zu renovieren.
Kurz darauf kam ja dann meine Mama ins Krankenhaus und verstarb dann innerhalb von 1,5 Wochen.
Uns blieb nicht wirklich viel Zeit zum trauern, was vielleicht auch gar nicht so schlecht war.
Da ich ja nunmal das einzige Kind bin und mein Papa ja auch Vollzeit arbeiten geht, blieb also sehr viel an mir hängen. Ich war dann nun schwer beschäftigt eine 30 Jahre alte Wohnung zu entrümpeln und alles zu packen was mit muss.
Im Oktober war dann der Umzug.
Bis das dann alles mal so fertig war wie wir es wollten, war es dann Mitte November.
Dann stand der nächste Umzug an.
Mein Lieblingsehemann musste ja auch noch umziehen. Und da er uns bei Papas Umzug stets zur Seite stand, haben wir ihm selbstverständlich auch mit aller Kraft geholfen.
Bis dann da alles wieder soweit war, war es schon Mitte Dezember.
Dann stand Weihnachten vor der Tür.
Ich hab die ganze Zeit Angst vor der Zeit gehabt, da es ja nun das erste Mal Weihnachten ohne meine Mama war. Aber ich habs tapfer durchgestanden, dank Alex und Holger, die sich wirklich rührend um mich gekümmert haben.
Silvester war ich dann bei meiner Freundin Jule in Mönchengladbach, Alex musste leider arbeiten.
Auch sie hat sich rührend um mich gekümmert und wir haben ganz alleine auf einem Spielplatz ein kleines Feuerwerk nur für meine Mama gemacht. Danke Jule!!! :)
Ab Januar wurde es dann erstmal etwas ruhiger. Und mit der Ruhe kamen dann auch die Krankheiten. Erkältung hier, Erkältung da, Magen-Darm hier, das nächste da.
Kurz vor meinem Geburtstag im Februar wurde es hier mit mir richtig schlimm. Ich wusste nicht mehr wohin mit mir, hatte ständig Kopfschmerzen, ständig Rückenschmerzen, war unausgeglichen und richtig launisch.
2 Tage vor meinem Geburtstag sind wir dann für eine Woche nach Rehburg gefahren. Dort gings dann erstmal wieder. Kaum waren wir zuhause hatte ich die nächste Erkältung. Ich bin dann am 03.03. zu meinem Hausarzt gegangen und habe ihm das auch alles erzählt. Daraufhin musste ich am 05.03. zum Blut abnehmen nochmal vorbeikommen.
Er sagte mir noch das ich am Montag dann vorbeikommen sollte wegen meiner Ergebnisse.
Da wusste noch keiner was auf uns zu kommen würde....
Falls sich einige fragen was nach der Zeit als meine Mama gestorben ist geschehen ist, so werd ich sie nun aufklären.
Es hat sich einiges getan in meinem Leben und das nicht nur zum guten.
Erst einmal werde ich nun über die Zeit bis Anfang März berichten.
Es war eine stressige Zeit.
Am Anfang stand nach der Beerdigung direkt der Umzug von meinem Papa in seine neue Wohnung. Meine Eltern hatten sich die Wohnung ja noch gemeinsam angesehen. Der Umzug sollte in erster Linie für meine Mama stattfinden, da sie nicht mehr in der Lage war die Treppen zur alten Dachgeschoßwohnung zu bewältigen. Und der Zufall wollte es das im Nachbarhaus von Alex eine Erdgeschoßwohnung frei war.
Angeschaut, zufrieden den Mietvertrag unterschrieben und angefangen zu renovieren.
Kurz darauf kam ja dann meine Mama ins Krankenhaus und verstarb dann innerhalb von 1,5 Wochen.
Uns blieb nicht wirklich viel Zeit zum trauern, was vielleicht auch gar nicht so schlecht war.
Da ich ja nunmal das einzige Kind bin und mein Papa ja auch Vollzeit arbeiten geht, blieb also sehr viel an mir hängen. Ich war dann nun schwer beschäftigt eine 30 Jahre alte Wohnung zu entrümpeln und alles zu packen was mit muss.
Im Oktober war dann der Umzug.
Bis das dann alles mal so fertig war wie wir es wollten, war es dann Mitte November.
Dann stand der nächste Umzug an.
Mein Lieblingsehemann musste ja auch noch umziehen. Und da er uns bei Papas Umzug stets zur Seite stand, haben wir ihm selbstverständlich auch mit aller Kraft geholfen.
Bis dann da alles wieder soweit war, war es schon Mitte Dezember.
Dann stand Weihnachten vor der Tür.
Ich hab die ganze Zeit Angst vor der Zeit gehabt, da es ja nun das erste Mal Weihnachten ohne meine Mama war. Aber ich habs tapfer durchgestanden, dank Alex und Holger, die sich wirklich rührend um mich gekümmert haben.
Silvester war ich dann bei meiner Freundin Jule in Mönchengladbach, Alex musste leider arbeiten.
Auch sie hat sich rührend um mich gekümmert und wir haben ganz alleine auf einem Spielplatz ein kleines Feuerwerk nur für meine Mama gemacht. Danke Jule!!! :)
Ab Januar wurde es dann erstmal etwas ruhiger. Und mit der Ruhe kamen dann auch die Krankheiten. Erkältung hier, Erkältung da, Magen-Darm hier, das nächste da.
Kurz vor meinem Geburtstag im Februar wurde es hier mit mir richtig schlimm. Ich wusste nicht mehr wohin mit mir, hatte ständig Kopfschmerzen, ständig Rückenschmerzen, war unausgeglichen und richtig launisch.
2 Tage vor meinem Geburtstag sind wir dann für eine Woche nach Rehburg gefahren. Dort gings dann erstmal wieder. Kaum waren wir zuhause hatte ich die nächste Erkältung. Ich bin dann am 03.03. zu meinem Hausarzt gegangen und habe ihm das auch alles erzählt. Daraufhin musste ich am 05.03. zum Blut abnehmen nochmal vorbeikommen.
Er sagte mir noch das ich am Montag dann vorbeikommen sollte wegen meiner Ergebnisse.
Da wusste noch keiner was auf uns zu kommen würde....
Abonnieren
Posts (Atom)